Moritz Mücke Direkt zum Hauptbereich

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Die Geheimnisse der Philosophen und wie man sie findet: Zum Todestag von Leo Strauss

Es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass die Philosophen nicht immer ehrlich mit uns waren. Es wäre eher eine Untertreibung. Die Größten der Antike – Platon, Xenophon, Cicero – wählten den Dialog als Darbietungsform nicht zuletzt deshalb, um ihre eigenen Meinungen besser zu verbergen. Auch von Aristoteles sagen die Historiker, dass er Dialoge geschrieben hat, die uns allerdings nicht überliefert sind. Und den Historikern kann man das schon glauben, denn sie sind ja keine Philosophen.
Den tieferen Sinn hinter der Selbstmaskierung hat niemand eleganter beschrieben als ein Philosoph des Mittelalters, der Araber Al Farabi. Um die Werke Platons richtig zu entschlüsseln, müsse man der Absicht des antiken Schlossmachers nachfühlen. Diese wiederrum illustrierte er mit einer der charmantesten Parabeln der Geistesgeschichte: 
Ein gewisser enthaltsamer Asket war bekannt für Redlichkeit, Maß, Entsagung und Frommheit. Nachdem er eben darüber berühmt geworden war, fürchtete er den Tyrannen und wol…

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